LeLeTre-Programm

Donnerstag, 22.10.2015


19.00 Uhr

Offizielle Eröffnung des 22nd Meeting of Queer Lesbians* – open to all gender

mit Sektrunde …
danach:

Vom wahnwitzigen Gender Mainstreaming und dem schwul-lesbisch-queerintersexuellenTerror

Eine feministische Auseinandersetzung mit AfD, Pegida und Co.  Vortrag und Diskussion 

In weiten Teilen Europas erleben wir einen feministischen Backlash. Vielerorts organisieren sich Konservative und Rechte, um gegen die Gleichstellung von Geschlechtern, sexuellen Orientierungen und unterschiedlichen Lebensmodellen zu kämpfen. In Deutschland haben solche Kreise mit der AfD ein parlamentarisches Sprachrohr gefunden. Und auch auf PEGIDA-Kundgebungen ist zum Beispiel „Genderisierung“ Thema. Der Vortrag will sich auseinandersetzen mit den geschlechter- und familienpolitischen Zielen der AfD und von PEGIDA als deren außerparlamentarischen Arm. Dabei blicken wir auf ihre Verstrickungen mit zentralen Akteuren, Organisationen und Netzwerken – zum Beispiel die „Demos für Alle“ und die sogenannten Lebensschützer.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Referat für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des Sturas der Universität Leipzig und dem soziokulturellen Zentrum Frauenkultur.

Referentin:
Juliane Pfeiffer
Berlin 

Frauenkultur, Eintritt: frei


Freitag, 23.10.2015


19.00 Uhr

Je oller, desto doller!

Zur Situation von älteren Lesben in Altenpflegeeinrichtungen

Vortrag und Diskussion
in Kooperation mit dem RosaLinde Leipzig e.V.

Das Thema Sexualität und Alter ist immer noch ein Tabuthema in unserer Gesellschaft und führt nicht selten zu Unsicherheiten und Diskriminierung im Umgang mit alten Menschen. In unserem Vortrag wollen wir auf zwei Aspekte dieser Thematik besonders eingehen: Zum einen beschäftigen wir uns tiefergehend mit dem Kontext der Heimunterbringung und dem dortigen Umgang mit Sexualität an sich. Zum Anderen wollen wir die besonderen Bedürfnisse und Herausforderungen von Menschen, die sich als lesbisch bezeichnen herausarbeiten und diskutieren. Hier ist die Frage nach der Sichtbarkeit von großer Relevanz.

Thea Wende studierte Soziologie und Erziehungswissenschaften an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und arbeitet seit 2009 als Sozialberaterin für das queere Bildungs- und Beratungszentrum RosaLinde Leipzig e. V. Seit 2013 studiert sie berufsbegleitend den Masterstudiengang „Angewandte Sexualwissenschaft"an der Hochschule Merseburg.

Christoph Haas, fertiger Erziehungswissenschaftler und
angehender Sexualwissenschaftler, Workshop-Erfahrung
in verschiedenen Kontexten und mehrjährige ehrenamtliche Arbeit mit älteren Menschen in Pflegeheimen.

Frauenkultur, Eintritt: frei

21.00 Uhr

Die lange queere Filmnacht

Happy End
Regie: Petra Clever, D 2014, 86 Min.
 
 

Um die 18-jährige Lucca muss man sich keine Sorgen machen: nach dem Abitur geht’s nach Harvard, später wartet die Anwaltskanzlei ihres Vaters auf sie. Doch irgendetwas fehlt ihr, sonst klängen ihre Gedichte nicht so verzweifelt. Völlig überraschend macht ihr geradlinig geplantes Leben einen Umweg: Sie muss Sozialstunden in einem Hospiz leisten und lernt dort sowohl soziale Ungerechtigkeiten kennen als auch die aufregende
Sängerin Valerie. Beide fassen den Plan, den letzten Willen der verstorbenen Herma zu erfüllen und klauen kurzerhand die Urne … und die brave Tochter ist plötzlich auf der Flucht und findet sich in den Armen einer Frau wieder ...

„Nachdenklich, zum Heulen und Lachen zugleich!“

Cloudburst
Regie: Thom Fitzgerald, Can/US 2011, 93 Min., OmU

Stella und Dottie sind ein Paar, seit 31 Jahren. Dottie weiß, dass hinter Stellas rauer Fassade eine tolle Frau steckt. Nicht nur, weil Stella der blinden Dottie jeden Abend beschreibt, wie die Wolken am Himmel aussehen. Jetzt, am Ende ihres langen gemeinsamen Lebens, sind Stella und Dottie auf der Flucht, vor dem Pflegeheim,
in das Dotties ahnungslose Enkelin sie abschieben will, auf dem Weg nach Kanada, um zu heiraten und für immer zusammen zu bleiben. Unterwegs nehmen sie Prentice, einen jungen Gogo-Tänzer, mit, der natürlich ihr Trauzeuge sein will. Denn er weiß schon nach
wenigen Tagen: wer es mit der Liebe ernsthaft versuchen will, soll sich diese beiden alten Lesben ansehen und anfangen zu üben!
Mit zwei Oscar-Preisträgerinnen an Bord schickt Regisseur Thom Fitzgerald seine beiden kratzbürstigen Heldinnen durch die malerischen Herbstlandschaften von Maine und Nova Scotia, durch das Auf und Ab einer ungewöhnlichen Beziehung, auf die wichtigsten Filmfestivals der Welt (bisher 36 Preise!) in die Herzen derZuschauer*innen. So viel Charme, so viel dreckiger
Humor war selten!

„Eine der schönsten universellen Liebesgeschichten der letzten Zeit. Die Besetzung der Oscar-Gewinnerinnen Dukakis und Fricker als schrullige alte Damen, die sich auf völlig unkonventionelle Weise lieben, ist reines Kino-Gold.“ (Scott Bassart, Bottom Line Magazine)

Frauenkultur, Eintritt: frei 

Samstag, 24.10.2015

 

15.00 Uhr

Mit Buttons und Bannern gegen die
Ungerechtigkeiten dieser Welt …

Kreativ-Workshop

Leider ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass „rechter Xgida- Stumpfsinn“ uns auch zukünftig wieder „Zeit klauen“ wird. Für Gegendemonstrierende sind Banner mit der „richtigen Botschaft“ manchmal eine Zeit- oder Materialfrage. Heute ist das Material da, Zeit hoffentlich auch … und: loslegen.

Und all die, die nicht „bannern“ wollen, können sich den eigenen Button kreieren … Vielleicht mit dem „Was ich schon immer mal der Welt mitteilen wollte“. Alle Materialien vorhanden. 

Einfach vorbeikommen …

Frauenkultur, Eintritt: frei


18.00 Uhr

Wahrgenommen werden – Vertrauen –
Beziehung – Heilung – Frau – Blutung –
anders sein – berühren

Gottesdienst zum LeLeTre 2015

Die befreiende, göttliche Kraft im Gottesdienst mit anderen Lesben und Frauen suchen, feiern und erfahren. Die Gruppe Lesben und Kirche lädt dieses Jahr wieder zum Gottesdienst ein und freut sich auf alle, die kommen. 

Wir freuen uns auf Euch!                                                           

Taufkapelle der Peterskirche, Schletterstraße Eintritt: frei



20.30 Uhr

Jennifer Gegenläufer  

Rap, der den Nerv der Zeit trifft … 

Jennifer versteht sich vordergründig als Musiker*in, deren politische Ansichten einen großen Anteil ihrer Songinhalte ausmachen. Die Themengebiete, die besowie umschrieben werden, finden/fanden oftmals in ihrer Realität statt, jedoch führt Jennifer ihr Verhältnis
mit der Ernsthaftigkeit lieber polygam. Ein Schreibstil, der als situatives Abbild funktioniert und einen feinen Rand Ironie übrig lässt, sich jedoch nie am Rande derIronie erübrigt. So werden Hasszitate von Homophobikern wie z.B. dem Braunschweiger Prediger in Liebesgeständnisse an Litfaßsäulen umgewandelt und selbst der
Besuch von Exorzisten wird nicht gemieden, jedoch darf ein gemeinsames Lachen mit dem Publikum letztendlich nicht fehlen.

Denn Ziel ist es, mit der Musik Freiräume zu schaffen, in denen sich Menschen unabhängig von sexueller Orientierung, Geschlechts- identität, körperlichem Geschlecht, Herkunft etc. mit Respekt, Akzeptanz und Toleranz begegnen.

Somit werden Menschenfeindlichkeiten und Speziezismus bzw. deren Ansätze (z.B. Sexismus, Rassismus, Nationalismus, Antisemitismus etc.) strikt abgelehnt und vermieden. Als politische Aktivist*in ist Gegenläufer daran interessiert, zu einem toleranten Miteinander beizutragen und dieses zu unterstützen und zu erweitern.

„Anika singt nicht nur wunderbar anrührend mit Power und Gefühl… In einer sagenhaften Multitasking-Show wirbelte sie von Regler zu Saite und wieder zurück und schafft so ihren ganz eigenen kräftigen Multi-Sound. Was auch für sich allein betrachtet ein überraschender und ganz und gar erfüllender Musikevent wäre. Mit der Autorin zusammen aber wird diese außergewöhnliche Show zur melodiösen Performance eines schöpferischen Dream Teams ...“  

Frauenkultur, Eintritt: 12 / 9 Euro (inkl. Party)
Gruppenticket für Studierende/4 Personen: 7 Euro pro Person

22:30 Uhr

Nightflight

Alle Menschen...Welcome zur ultimativen Party 
des LeLeTre 2015! 

… die ultimative Party! LGBTIQ – Welcome! 
Berauschende Sounds in einer nicht enden wollenden Nacht mit den DJ*s LiesBEATS - Electronic, Deep Techno,Tech House und le_go 
({nee}klischee) Mit der Kombination aus gefühlvollen Melodien und
treibenden Rhythmen aus der elektronisch-technoiden
Musikrichtung, bewegt sich Rock’n’Roll-Sängerin Elisabeth
Trobisch a.k.a RLiesBEATS mittlerweile nicht mehr nur in den Elektro-Clubs ihrer Heimatstadt, sondern beseelt ebenso auch außerhalb von Dresden die Tanzflächen der Elektroszene. Stilvoll treibt sie ihr tanzendes Publikum durch nicht mehr enden wollende Nächte.. 

Frauenkultur, Eintritt für alle Neuankommenden: 3 €

Sonntag, 25.10.2015

11.00 Uhr

Der Mitbring- & Mitmach-Sonntagsbrunch

Am Sonntag wird es wieder „kulinarisch“. – Alle sind eingeladen zum traditionellen Mitmach- und Mitbring-Brunch: zum Gaumenkitzel, zum Genießen von Gebratenem, Gebackenem oder Gerührtem aus den Töpfen und Backformen anderer. Und das ist auch klar: in
Gemeinschaft schmeckt es oft viel besser.

Die wenigen, die nicht backen, kochen oder braten können, nehmen für einen kleinen Unkostenbeitrag teil. In diesem Jahr gehen Preise an die beliebteste herzhafte Kreation und die verführerischste Süßspeise! Also beschwingt ran an Kellen und Rührbesen – und dann viel Spaß beim genussvollen Schlemmen!
Für alle Kids gibt es wieder einen Spiele-Parcours!

Frauenkultur, Eintritt: Naturalien (siehe Text) oder 4 €

13.30 Uhr

I want to break free

Pop vom anderen Ufer
Der besondere Film 

Gehören bunte CSD-Paraden heute zur gelebten Vielfalt, so war zuvor die schwul-lesbische Szene lange eine verbotene Subkultur.
Der Film zeigt, auf welche Weise Homosexualität in der
Kunst ab den 50er Jahren zum Ausdruck kommt – versteckt
oder ganz offen. | 
Regie: Maxime Donzel, F 2014

Frauenkultur, Eintritt: frei

16.00 Uhr

Alles andere als hetero auch
im Osten Europas?

Vorgeschichte und Geschichte der LGBTIQ*-
Bewegung in Russland 

Die LGBTIQ*-Bewegung in Russland ist sehr jung. Ihre Ausdifferenzierung und Konsolidierung fiel praktisch mit dem Beginn der jüngsten staatlichen Repressionen gegen sie zusammen. Die Referent*innen Svetlana Baruskova und Boris Krumnow geben im Rahmen der Veranstaltung einen kurzen Einblick in die queere Geschichte Osteuropas bzw. der Sowjetunion und des postsowjetischen Russlands.

Anschließend stellt Svetlana Barsukova Entwicklungstendenzen
der LGBTIQ*-Strukturen in Russland dar. Sie geht auch auf die Rolle und spezifische Situation der Frauen* ein, die sowohl von den Kampagnen und Gesetzen betroffen sind, die sich gegen LGBT-Menschen bzw. deren Lebensentwürfe richten, als auch anderen Diskriminierungen, die mit patriarchalen Geschlechter- bildern zusammenhängen.

Svetlana Barsukova ist Kunsthistorikerin, Mitbegründerin der »LBTIQ-Women-Group St. Petersburg“ und arbeitete in den vergangenen Jahren bei der LGBT- und Bürgerrechtsorganisation „Coming Out Petersburg“. Boris Krumnow ist Osteuropawissen- schaftler aus Leipzig.

Für einen kleinen Imbiss mit Kaffee und Keksen ist gesorgt.

linxxnet, Eintritt: frei

16.00 Uhr

Leipziger Lesben im Visier der Staatssicherheit

Vortrag & Gespräch mit Barbara Wallbraun und Claudia Max

Waren homosexuelle Frauen in Leipzig vor 1989 interessant für eine Überwachung durch die Staatssicherheit? Im Rahmen der Recherche für einen Dokumentarfilm über lesbisches Leben in der DDR beschäftigte sich die Filmemacherin Barbara Wallbraun auch mit Akten der Staatssicherheit in der Außenstelle der BStU Leipzig.
Letztes Jahr stellte Barbara Wallbraun ihren Zugang zum Thema und erste Ideen für eine Dokumentation vor. In diesem Jahr geht es um weiterführende Ergebnisse ihrer Recherche. Sie wird uns in einem Vortrag nahebringen, wie Leipziger Lesben überwacht wurden und
welche Konsequenzen dies nach sich ziehen konnte.Geplant ist im Anschluss ein Gespräch zwischen Co-Autorin Claudia Max und einer Zeitzeugin über deren Erfahrungen.

Feministische Bibliothek MONAliesA, Eintritt: frei

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